Google Maps ist ohne Frage eine sehr nützliche App. Sie führt uns präzise in die Bar in der Stadt, wo unsere Freunde auf uns warten, zeigt uns den direkten Weg zu unserem Hostel in einer fremden Stadt (keine unnötig hohen Taxikosten), berechnet die schnellsten Routen mit dem geringstem Verkehr und kann sogar Zeitpläne, Empfehlungen und Öffnungszeiten anzeigen. Es ist schwer vorstellbar, wie die Menschen vor Google Maps irgendwo angekommen sind.

Aber zwischen all dieser Nützlichkeit ging leider eine Sache verloren. Sich zu verirren! Sich zu verirren kann seinen eigenen ganz romantischen Charme haben, zumindest, wenn man nicht in Eile ist. Es birgt die Möglichkeit für Spontanität, Abenteuer und der Freude am Unerwarteten. Die Menschen, die man trifft, wenn man nach dem Weg fragt, vielleicht eine nette, mitleidserfüllte Familie, die dich für eine Nacht aufnimmt und endlose unerwartete Ausblicke und Eindrücke, die wir nur bekommen, wenn wir den direkten Weg der Autobahnen und Landstraßen verlassen… All diese potentiellen Erfahrungen können uns nicht nur reifen lassen, sondern auch ungeahnte Möglichkeiten bescheren. Leider werden solche Detouren immer seltener, je mehr wir uns von den unablässig effizienten Satelliten im All führen lassen.

Aber diese Geschichte gibt uns Hoffnung, dass Irrfahrten auch im Technologiezeitalter weiter existieren werden. Selbst Google macht manchmal Fehler! Auf dem Weg zu einem Campingplatz in den fantastischen Blue Mountains, einer Ausgeburt der naturellen Schönheit, in der Nähe von Sydney, entschloss sich der australische Off-Roader Bruce eine 15 Minuten sparende ‘Abkürzung’ zu nehmen, die ihm Google Maps vorschlug. Er hatte Lebensmittel, genug Benzin und einen sehr Off-Road geeigneten Jeep. Also, warum nicht ein bisschen auf Entdeckungsreise gehen? “Ich mache mir normalerweise keine Sorgen, wenn ich unterwegs bin, weil ich immer mindesten 20l Wasser und einen vollen Tank Diesel dabei habe,” erzählte Bruce Bored Panda. “Aber Googles Vorschläge für alternative Wege in Australien sind ziemlich interessant. Das Programm tendiert dazu deutlich mehr Straßen anzuzeigen, als in Wirklichkeit existieren.”

Aber schlussendlich hat Bruce sein Abenteuer überstanden und es zum Campen mit seinen Freunden geschafft. “Es war nur ein kleiner Ausflug über eine Nacht, weil wir nur alle 5 an diesen 2 Tagen Zeit hatten,” fuhr er fort. “Sobald ich da war und aufgebaut hatte, ging es nur noch um Steak und Bier mit den Jungs. Wir machen so einen Ausflug alle paar Monate, weil wir alle in unterschiedlichen Gegenden wohnen und es sonst schwer wird alle zusammen zu kriegen.”

Scroll runter, um mehr über Bruces ‘Abkürzung’ zu erfahren und sag uns in den Kommentaren, wie du reagiert hättest.

“Ich habe einen ziemlich geländegänigen Ford Ranger und als Google Maps mir zeigte, dass ich 15 Minuten sparen kann, wenn ich ein bisschen Off-Road fahre dachte ich: ‘Ja klar, warum nicht?’ Ich war auf dem Weg zum Campen mit ein paar Kumpels.”

“Die Straße, die mich Google Maps dann entlang lotste… naja, die wurde schon länger nicht mehr befahren :D Das ist eine Kiefernplantage – daher all die gefällten Bäume.”

“Nach diesem Abschnitt bemerkte ich, dass ich vielleicht etwas weiter Off-Road war, als ich erwartet hatte und es gab kaum Platz zum Wenden… also fuhr ich einfach weiter. Ich hatte genug Sprit für 1000km, ein Zelt, Satellitenradio und genug Wasser und Bier, um eine Nacht zu überstehen. Auf manchen Bergspitzen bekommt man sogar Handyempfang.
Das sind die Blue Mountains in New South Wales, Australien.”

“Ungefähr 500m lange Straßen, die den Berg runter führen… Diese Abgänge sind sehr zerfurcht. Aber kein Problem. Ich merkte nur, dass es ein Problem werden könnte dort wieder hoch zu kommen… also weiter vorwärts!”

“Noch mehr Furchen… In diesem Teil musste ich viel ‘kontrolliert’ rutschen, wobei man quasi auf dem Unterboden des Autos rutscht, weil die Räder zum Teil kaum den Boden berühren.”

“Nach diesen Abschüssen landete ich in einer Art Regenwald. Also machte ich ein paar Fotos, als ich kleine Flüsse durchquerte.”

“Die Straße wandelte sich dann mehr in das hier, was entspannter war und ein toller Anblick.”

“Hallo da drüben. Die Kangaroos hier waren ziemlich entspannt und es störte sie nicht wirklich, dass ich nah an sie heran fuhr.”

“Hallo mein Freund! Entschuldigt die schlechte Qualität, aber ich habe mit der Handykamera gezoomt.”

“Und es kamen immer mehr.”

“Das Linke hüpfte davon. Danach erreichte ich endlich den Campingplatz. Nicht 15 Min früher, sondern 2 Stunden später… aber das Abenteuer war es definitiv wert.”

“Und dieser kleine Kerl besuchte uns am nächsten Morgen. Laut meinem Auto waren es 45 Grad… und so fühlte es sich auch an. Am Tag davor waren es 38.”