Der Fotograf Simon Dell stieß kürzlich auf eine Mäusefamilie, die sich in seinem Garten angesiedelt hat. Aber statt nach den Fallen, griff er zu seinem Werkzeug. Dell baute den kleinen Nagern ein ganzes Miniaturdorf und sie dankten ihm, indem sie vor seiner Kamera posierten.

“Ich war nur im Garten und habe die Vögel fotografiert, die dort waren, als ich merkte, dass sich auf dem frisch geschnittenem Rasen etwas bewegte,” erzählt Simon Bored Panda. “Ich zielte mit meiner Kamera auf die Stelle und stellte überrascht, aber glücklich fest, dass eine süße Maus auf den Hinterbeinen aus dem Gras luscherte.”

“Ich wusste sofort, dass er ein kleiner Star ist und rannte rein, um ein paar Erdnüsse für ihn zu holen. Ich saß da und wartete und nach ein paar Minuten kam er raus, um zu naschen.”

“In diesem niedlichen Moment entschloss ich mich, ihm einen sicheren Ort zu bauen, an dem er sich verstecken und essen kann.”

“Ich hatte schon ein bisschen Erfahrung mit Tierfotografie, sogar mit Mäusen. Wir hatten schonmal eine Maus, die bei uns im Schuppen gelebt hat und nur rauskam, als es dunkel war. Das war eine Holzmaus und wir nannten sie Stuart.”

“Stuart war nur alleine und verließ uns im Frühling 2018, vielleicht um eine Partnerin zu finden. Ich hoffe, dass er zum Winter wieder kommt und die anderen Mäuse im Garten trifft.”

“Unser Garten ist allgemein gut besucht. Viele verschiedene Vögel, von klein bis groß kommen und ein Reier hat sogar leider die meisten meiner Goldfische aus dem Teich geangelt.”

“Wir haben auch einen Fuchs, der jede Nacht vorbei kommt und viele Igel und Eichhörnchen.”

“Zuerst war es nur eine Maus. Er hatte einen kleinen Einschnitt im Ohr und wir tauften ihn George. Ich habe ein paar Holzscheite um eine Box gestapelt und mit Moos und Stroh bedeckt, um ihm ein kleines Zuhause zu machen.”

“Ich sah die Katzen nur ein paar Meter entfernt auf der anderen Seite des Zauns, also gab ihm das Holz noch ein bisschen mehr Schutz.”

“Ich habe dann meinen Zaun auch noch verstärkt, damit die Katzen nicht kommen. Außerdem habe ich einen kleinen Jack Russell Terrier, also wissen die Katzen, dass sie bei uns nichts zu suchen haben und der Hund interessiert sich nicht für die Mäuse.”

“Ein paar Tage später bemerkte ich dann, dass mehr als nur eine Maus in dem Häuschen leben könnte und es dauerte nicht lange, bis sie beide für einen kleinen Snack heraus kamen.”

“Ich entschloss mich ihnen im Garten ein sicheres Versteck zu bauen, damit sie nicht von anderen Tieren gefressen werden. Ich habe sie auch gefüttert, weil ich mich schuldig gefühlt hätte, wenn sie auf der Suche nach Essen rauskommen und gejagt werden würden. Als Fotograf wollte ich eine schöne Umgebung für die Fotos, die ich mache haben.”

“Die erste Version des Holzstapels war einfach und dauerte nur eine Stunde oder so. Aber als in den kommenden Tagen immer mehr Mäuse kamen, nahm ich ein paar Veränderungen vor und baute mehr Räume. Die Struktur hat jetzt 2-3 Ein- und Ausgänge, damit sie flüchten können, falls es notwendig wird. Über die Wochen und Monate ist der Bau immer weiter gewachsen.”

“Ich schaffte mehr Platz und richtete es für den kalten Winter ein, damit die Mäuse die besten Chancen haben zu überleben. Ich habe bis jetzt 5 oder mehr Mäuse gezählt und das Weibchen, Mildred, sieht schwanger aus, also hoffe ich, dass wir um Weihnachten ein paar Babymäuse begrüßen können.”

“Ich weiß, dass Mäuse bis zu 14 Babies haben können. Ich könnte noch viele Räume hinzufügen. Ich habe genug Platz und es macht mir nichts aus neben so süßen und fotogenen Nagern zu leben.”

“Den Mäusen scheinen die Holzstapelhäuser zu gefallen. Sie sind wilde Tiere, also sind sie immernoch scheu, wenn ich zu nah komme, aber oft kann ich mich einfach ein paar Meter entfernt hinsetzen und mit der Zoomlinse ein paar gute Aufnahmen machen.”

“Die Nahrung, die ich ihnen gebe ist natürlich. Ich sammel Beeren, Nüsse und Früchte, die über die Straße wild im Shire Brook Valley Nature Reserve wachsen. Ich gebe ihnen auch den gleichen Mix an Körnern, wie den Vögeln und füge nur manchmal ein paar Sonnenblumenkerne oder Haselnüsse hinzu.”

“Ich mochte Fotografie schon immer, aber besitze erst seit 3 Jahren eine DSLR und baue mein Equipment und mein Können langsam aber sich auf, um bessere Wildlife Fotos machen zu können.”

“Gute Ausstattung hilft, aber das Wichtigste ist die Kamera richtig zu bedienen, einzustellen und die Natur verstehen zu können, um gute Fotos am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zu machen.”

“Die Mäuse sind immernoch hier und leben ein glückliches Leben. Es ist jetzt Winter und die Tage werden kürzer, weshalb sie seltener raus kommen. Wenn es dukel ist sieht man sie kaum. Aber ich sehe sie tagsüber und das Essen ist am nächsten Morgen immer weg. Ich gebe ihnen auch Federn von alten Kissen und sie nehmen sie mit herein und bauen sich Betten für die kalten Winternächte.”

Mehr Infos: The Photography of Simon DellGeorge the Mouse in a log pile house